Da inzwischen sogar das NPD-Blog auf den Vortrag hinweist und ich – als Co-Referent für Politische Bildung im AStA – den Vortrag mit Martin Jander in Trier organisiere, möchte ich auch an dieser Stelle nochmal kurz auf den Vortrag über Horst Mahler, der momentan ja mal wieder wegen Leugnung des Holocaust vor Gericht steht, aufmerksam machen. Die Veranstaltung mit dem Titel “Horst Mahler: Von links nach rechts, ein alternativloser Weg?” wird am 27. Januar 2009 ab 18 Uhr im Raum B19 der Uni Trier stattfinden.
In dem Vortrag soll auf den Werdegang von Horst Mahler – vom SDS Aktivisten und RAF-Verteidiger zum rechtsradikalen Holocaustleugner – eingegangen werden, insbesondere in Hinblick auf die Frage wie Mahler scheinbar mühelos vom Linksradikalismus zum Rechtsradikalismus wechseln konnte und ob sich dabei auch eine Kontinuität in einigen seiner Positionen feststellen lässt.
Hier nochmal der offizielle Ankündigungstext:
An Horst Mahler interessiert heute häufig nur, wie er eigentlich von links außen nach ganz rechts außen driften konnte. Die Frage greift zu kurz. Bevor der Anwalt die RAF mitgründete, kam er, wie manch anderer 68er auch, von ganz rechts. Horst Mahler wuchs in einer nationalsozialistischen Familie auf. Er kehrt heute nur dorthin zurück, von wo er aufgebrochen ist.
Als Mahler noch ganz links außen war, vertrat er darüber hinaus Positionen, die als nationalrevolutionär und antisemitisch charakterisiert werden können. Zwar wäre es ihm damals wohl nicht in den Sinn gekommen, die Shoah zu leugnen. Antisemitisch waren seine Positionen aber bereits damals. Mahler setzt heute in gewisser Weise nur fort, was er als Linksradikaler anfing. Mahler ist dabei keineswegs der einzige Ex-Linksradikale, der heute die antisemitische radikale Rechte unterstützt. Bernd Rabehl – früher Mitglied des SDS und Freund von Rudi Dutschke – und andere tun es ihm gleich.
Dr. Martin Jander, Dozent an der New York University (Berlin), wird über seine Forschungen zu Mahler, Rabehl und anderen sprechen und dabei zeigen, dass ihr Weg in den Rechtsradikalismus keineswegs alternativlos war. Nicht jeder, der heute sein linksradikales Weltbild infrage stellt, muss bei der NPD und ihrem Umfeld landen. Die Lebenswege kommunistischer Dissidenten, von ihren Mutter-Parteien häufig als „Renegaten“ verachtet, geben uns ein Beispiel.
Übrigens hält Martin Jander den gleichen Vortrag einen Tag zuvor in Saarbrücken. Dort geht es am 26. Januar 2009 um 19.30 Uhr in der Galerie im Filmhaus (Mainzerstr. 8) los.
Update 23. Januar 2009:
Nun kündigt auch 16vor den Vortrag an.


Terminhinweise für die kommende Woche…
In der kommenden Woche herrscht in der Metropole Trier geradezu eine Inflation interessanter Vorträge und Veranstaltungen.
Den Reigen eröffnet am Dienstag, den 27. Januar, der Vortrag “Horst Mahler: Von links nach rechts, ein alternativloser We…